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Schmerzen im Beckenbodenbereich nach der Entbindung

Liebe Mama, wie bereits angekündigt geht es heute weiter mit der Serie zum wahrscheinlich wichtigsten Mama-Thema: der Beckenboden. Viele frischgebackene Mamas verspüren Schmerzen im Beckenbodenbereich. Das kann im neuen anstrengenden Mama-Alltag ziemlich belastend werden. Aber woher kommen diese Schmerzen und wie kann man sie beseitigen? Dem gehen wir heute auf den Grund.

Kein Gefühl mehr für den Beckenboden

Verspürst du vielleicht ein Ziehen, Kribbeln, Taubheitsgefühl, Brennen oder ähnliches “deep down”? Das kann tatsächlich dein Beckenboden sein.

Gerade bei Bewegungen wie Beugen, Heben, Bücken usw. macht sich der noch geschwächte und damit schmerzanfälligere Beckenboden häufig bemerkbar. Allgemein bekannt sind eher die Schmerzen durch übermäßigem Harndrang der durch einen geschädigten Beckenboden und der damit einhergehenden Blasenschwäche hervorgerufen wird. Doch die Muskeln und das Bindegewebe können sich auf andere Weise zu Wort melden.

Nach einer vaginalen Geburt kann es dazu kommen, dass du das Gefühl hast deinen Beckenboden erstmal nicht mehr zu spüren. Durch die große Last der der Beckenboden während der Schwangerschaft und der Geburt ausgesetzt war kann es nach der Entbindung zu lang andauernden Schmerzen kommen. Eventuell bleiben auch kleine Einblutungen, kleine oder größere Geburtsverletzungen. 

Und denke daran, gleiches Empfinden kannst du auch nach einem Kaiserschnitt haben. Denn auch wenn der Beckenboden nicht der gesamten Last einer Vaginalgeburt ausgesetzt war, so hat er dir doch die ganze Schwangerschaft über als treuer Begleiter gedient, das Gewicht des Babys und Plazenta zu tragen und wurde so auch sehr gedehnt.

Dein Körper will dir damit sagen, dass er noch Ruhe braucht. Nichtsdestotrotz ist es das A und O die Beckenbodenmuskulatur langsam aber gezielt wieder aufzubauen, zu stärken sowie zu lernen wie du sie auch aktiv entspannst. So unterstützt du den Heilungsprozess und wirst viel schneller wieder fit.

Was kann ich tun um Schmerzen im Beckenboden zu lindern?

An erster Stelle für Neu-Mamas steht: Das Gefühl für den Beckenboden zurückgewinnen! Dies schaffst du nur durch ein spezielles sanftes postnatales Training. Wie bereits in dem vorherigen Blogartikel zu “Beckenboden- und Blasenschwäche nach der Geburt” erklärt helfen hier ganz spezielle Beckenboden-& Bauchatmungen und Übungen zur Aktivierung der Beckenbodenmuskulatur. Du kannst und solltest mit diesen einfachen Übungen bereits in der Wochenbettphase starten, um deine Muskeln zu stärken und die Schmerzen zu lindern. Achte darauf deinen Körper direkt nach der Geburt nicht zu überfordern, denn das kann die Schmerzen verschlimmern und schwerwiegende Folgen haben.

„Wer sichere Schritte tun will, muss sie langsam tun“ - Johann Wolfgang von Goethe

Mein Tipp: Trage dein Baby in einer Tragehilfe, das unterstützt deine aufrechte Körperhaltung. Das sieht nicht nur schöner aus, sondern entlastet vor allem auch den Beckenboden. 🙂 

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Höre auf deinen Beckenboden!

Es ist wichtig, dass du auf deinen Körper bzw. den Beckenboden hörst und wenn sich eine Bewegung gar nicht gut anfühlt solltest du diese sein lassen. Meide unbedingt schweres Heben oder Tragen, Hüpfen, Springen usw. in den ersten Wochen nach der Geburt. Das kann eine Herausforderung sein vor allem weil man nun mit Baby noch mehr Verpflichtungen im Haushalt hat. Daher bitte um Hilfe wenn nötig! Je schneller du dich wieder besser fühlst, desto schneller kannst du voll und ganz für deinen kleinen Schatz da sein. 

Unsere MAMA WORKS THE FLOOR Serie hilft dir durch besondere Atemtechniken, die Komplexität des Beckenbodens zu verstehen und gezielt während der Schwangerschaft, bei der Geburt und der Zeit danach einzusetzen. 

Vor der Geburt ist nach der Geburt

Beginne mit dem Training des Beckenbodens am besten schon vor der Geburt. So lernst du ihn zu aktivieren, anspannen und zu entspannen und weißt woran du nach der Geburt anknüpfen kannst. Denn gerade am Anfang ist es postnatal besonders schwierig, die drei Schichten und deren Funktion zu verstehen, da das häufig taube Gefühl, dir kein Feedback auf mögliches Anspannen gibt. Schau dazu mal in unsere MAMA WORKS THE FLOOR Serie rein. Aber keine Angst, auch wenn es dafür vielleicht jetzt zu spät ist, kannst du auch nach der Geburt jederzeit noch loslegen und die Chance auf eine 100%ige Heilung liegt bei regelmäßigem Training gut. Zusätzlich kannst du dir auch Hilfe von einem Physiotherapeuten holen. In Ausnahmefällen ist eine Operation am Unterleib nötig. 

Mein Tipp: Lass dich nicht gleich zu einer OP drängen, gutes Training hat schon bei einigen geholfen, denen sogar vorher geraten wurde, eine Operation vorzunehmen! Eine zusätzliche Betreuung durch einen Physiotherapeuten, Disziplin zum Training und Geduld ist aber in jedem Fall von Vorteil.

Dieser verflixte Beckenboden! Er macht sehr viel durch und hat doch so wichtige Aufgaben – daher müssen wir Mamas uns sehr gut um ihn kümmern. Also, warte nicht zu lang nach der Geburt und starte mit ganz sanften postnatalen Mama-Übungen um schmerzfrei die neue aufregende Zeit mit deinem Kleinen zu genießen. 

 

Keep it Moving,

Deine Birte

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