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Stimmungsschwankungen und postnatale Erschöpfung

Die meisten Frauen haben während der Schwangerschaft mit intensiven Stimmungsschwankungen zu kämpfen. In einem Moment ist man überglücklich und im nächsten hat man ein totales Gefühlstief. Auch in der postnatalen Zeit hinterlässt die Schwangerschaft und Geburt ihre Spuren und die Achterbahn der Gefühle geht weiter. Nicht selten fühlst du dich dauernd kraftlos und schlapp. Doch was steckt genau dahinter und wie kann man das Gefühlschaos und die Erschöpfung vorbeugen? Im heutigen Blogartikel gehen wir genauer auf dieses Thema ein.

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Stimmungsschwankungen während der Schwangerschaft

Als Schwangere hast du vielleicht schon häufiger davon gehört: die Erdbeerwoche kommt und damit die launischen Tage. Das kann sehr belastend für unseren Partner, unsere Mitmenschen und vor allem für uns selbst sein. Jede Frau, die einen normalen Zyklus hat – und nicht die Pille einnimmt –  macht diese Erfahrung. An manchen Tage ist alles wunderschön, die Welt scheint perfekt und an anderen kommt einem plötzlich alles trist und grau vor. Genauso – nur potenziert– ergeht es uns auch während der Schwangerschaft. Die hormonelle Veränderung ist eine Ursache der so typischen Stimmungsschwankungen, alle Schwangere durchleben. Du bist also nicht allein. Die Hormone geraten während der Schwangerschaft ordentlich durcheinander und erreichen Höchstwerte. Erhöhter Adrenalin kann zum Beispiel zu Stress oder Nervosität führen. Frauen reagieren in dieser Zeit oftmals sensibler auf Kritik, Streit, Ängste, Überforderung etc… Im schlimmsten Falle können Angstzustände sogar zu Bindungsstörungen zum ungeborenen Kind führen. Daher solltest du bei extremen Stimmungsschwankungen und innerlicher Abneigung des Babys unbedingt Hilfe holen und mit jemandem über deine Emotionen sprechen. Dabei musst du dich keinesfalls schämen, denn fast jede Frau benötigt in dieser Zeit körperliche und seelische Unterstützung. Oft brauchen wir auch mehr Nähe von unserem Partner in dieser besonderen Zeit. 

Liebe Mama, wichtig ist vor allem sich selbst bewusst zu machen, dass die Achterbahn der Gefühle nun mal zu der Schwangerschaft dazugehört und etwas ganz natürliches ist und einen wunderschönen Grund hat! Also sei stolz auf dich, dein Körper leistet gerade etwas so Unglaubliches! 

Nicht nur die Hormone können eine Ursache für die Mood-Swings sein, sondern auch psychische Gründe. Sowie die ständige Sorge um das Baby, Angst um die Zukunft und die große Veränderung in deinem Leben. Diese Gedanken können ein beunruhigendes Gefühl auslösen und uns Mamis sehr belasten. Es kann bis hin zu Schwangerschaftsdepression führen. Glücklicherweise kannst du dem bewusst entgegenwirken, wie genau erfährst du im letzten Punkt des heutigen Artikels.

 

Mein Tipp: Auch ich wurde von Mood-Swings eingeholt. Wenn dann in den ersten Monaten noch Übelkeit dazu kommt, kann das schon anstrengend werden. Was mir wirklich half, sind sanfte Sporteinheiten – schütten Endorphine aus – , frische Luft und Atemmeditationen. Dadurch bist du entspannter, Ängste und Sorgen machen sich weniger breit und du kannst die Vorfreude mehr genießen. 

Postnatale Erschöpfung

So schön es ist, wenn unser Sonnenschein endlich geboren ist, so ist auch klar: Der neue Mama-Alltag ist mit viel Stress verbunden, denn unser Baby braucht uns rund um die Uhr. Daher sind Schlafmangel und eine damit verbundene körperliche und emotionale “Dauer”-Erschöpfung leider nicht unüblich. Im schlechtesten Falle können diese sogar jahrelang nach der Geburt anhalten, wenn du nicht vorbeugst. Der Körper ist nicht nur entkräftet von der Schwangerschaft und Geburt sondern es kommen nun auch unzählige neue Aufgaben im Alltag auf dich zu. Du fühlst dich zu 100% verantwortlich, musst deinen Alltag völlig umstellen und trotzdem “funktionieren”. Wenn du dich deshalb mal überfordert fühlst oder auch mal ausweinen musst, dann fühle dich mit unzähligen anderen Mamas in guter Gesellschaft. Auch wir Mamas sind nunmal nur Menschen! Falls du Hilfe suchen möchtest, ist das auch völlig in Ordnung. Bitte unterscheide aber zwischen Erschöpfung mit der wir alle aufgrund des Schlafmangels und der hormonellen Umstellung kämpfen, richtiger postnataler Erschöpfung und postnataler Depression.

Anzeichen dafür könnten Lethargie (Müdigkeit beim Aufwachen), Hypervigilanz (wenn man das Gefühl hat ständig “an” zu sein”, Konzentrationsschwierigkeiten, Angstzustände etc. sein. Frauen, die eine postnatale Erschöpfung erleben fühlen sich oft verloren und nicht mehr wie sie selbst. Es kann sogar sein, dass Schuldgefühle aufkommen, da sie das Muttersein nicht so genießen können wie man es eigentlich sollte. 

Wie beuge ich postnatale Erschöpfung vor?

Das Wichtigste ist wohl, dass wir als Mama akzeptieren, dass wir nicht immer alles perfekt meistern können und das ist auch gar nicht schlimm. Natürlich sorgen wir uns so gut es geht um unsere kleinen Wonneproppen, aber denke auch an dich! Stell dich nicht immer hinten an. Denn wenn es dir gut geht, dann strahlt das auch auf dein Baby aus.

Gib dir also das bisschen Aufmerksamkeit was du brauchst! Meist helfen der Partner, Verwandte und Freunde sogar sehr gerne mehr. Nur wir Mamas meinen immer wir müssten alles alleine stemmen. Auch die Hormonveränderung nach der Geburt ist normal und du solltest deiner Seele und deinem Körper genügend Zeit geben für die Erholung! 

 

Mein Tipp: Die Einnahme von Plazenta-Kapseln  können helfen die Hormonumstellung nach der Geburt besser zu verkraften. Meine Doula in Amerika hat die “placenta encapsulation” vorgenommen. Ich habe die ersten Monate täglich eine Tablette davon genommen und mich sehr gut damit gefühlt. Allerdings ist es mein erster Sohn, somit habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Zudem wird dieser Trend aus Amerika in Deutschland eher kritisch gesehen. 

Wichtiger ist mir deshalb euch nahezulegen, wie wichtig Self-Care ist -achtet auf euch!-, regelmäßige seichte Sporteinheiten und gesundes, nährstoffreiches Essen sind, um sich vor postnataler Erschöpfung bis hin zur Depression zur schützen.

Mit Sport Mood-Swings entgegenwirken und neue Kraft tanken

Wie oben schon erwähnt, halfen bei mir selbst schon während der Schwangerschaft sanfte Sporteinheiten, um Stimmungsschwankungen in Schach zu halten. Denn körperliche Aktivität bringt den Kreislauf in Schwung und schüttet Glückshormone aus. Diese haben noch weitere positive Funktionen: sie beeinflussen positiv den Magen-Darm-Trakt und spielen eine große Rolle im Herz-Kreislauf-System, wobei sie beispielsweise den Blutdruck regulieren.

Wichtig ist aber, dass du einen angepassten Mama-Trainingsplan nachgehst, der sich an deine persönlichen Bedürfnisse und insbesondere auch deine Phasen anpasst. Mit großer Wahrscheinlichkeit kannst du damit deine Stimmungsschwankungen reduzieren und neue Energie schöpfen. Dies gilt sowohl in der Schwangerschaft als auch danach. Viele Frauen unterschätzen die Wirkung der Hormonumstelung. Daher solltest du auf deinen Körper hören, das heißt aber nicht, dass du nur noch die Beine hochlegen solltest, sondern gewöhn dir schon in der Schwangerschaft ein regelmäßiges Training an, sodass du das auch nach der Geburt fortsetzen kannst. Genau so machen wir es mit MOVE IT MAMA und die Ergebnisse unser Userinnen und mir selbst zeigen, dass es tatsächlich funktioniert. Wir sind glücklicher, gesund und fit mit ausreichende Bewegung und Relaxing.

Ich selbst habe früher die Wirkung von Stretching und Breath-Work unterschätzt. Unsere Workout-Serie RELAX AND ROLL IT MAMA hilft aber enorm! den Körper mit neuer Energie aufzuladen. Somit fällt dir die Schwangerschaft leichter und du meisterst den neuen Mama-Alltag mit ein wenig mehr Leichtigkeit. Wichtig ist außerdem ausreichender Schlaf! Das ist als junge Mama nicht so einfach, aber versuche auch tagsüber immer wieder kleine Pausen einzulegen! 

Übrigens: Auch das Cardio-Training dient dir als junge Mama perfekt zum Stressabbau und laut Journal of Clinical Sleep Medicine verbessert sich auch dein Schlafrhythmus durch regelmäßiges Cardio-Training!

Ich hoffe, ich konnte dir ein paar sinnvolle Tipps mit auf den Weg geben, sodass du diese besondere Zeit im Leben einer Mama noch mehr genießen kannst. Schau dir gerne unseren Trainingsplan an mit dem wir dich 40 Wochen durch die Schwangerschaft und weitere 40 nach der Geburt begleiten!

Bis dahin,

 

Keep it Moving,

Deine Birte.

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